Kopfschmerzen

Kopfschmerzen Wer öfter unter Kopfschmerzen leidet, macht sich Gedanken über die Ursachen. Das ist auch sinnvoll: Wer die Ursachen für seine Beschwerden kennt, kann sie unter Umständen ausschalten oder − wenn das nicht möglich ist − vorbeugend etwas gegen die Schmerzen unternehmen. Zwei Ursachen für Kopfschmerzen werden besonders häufig genannt: billiger Wein und Föhn. Ist an diesen Mythen etwas dran? Dieser Artikel geht diesen Phänomenen auf den Grund.

Kopfschmerzen und Wein

Wenn nach einer durchzechten Nacht der Kopf brummt, wundert sich niemand. Doch manchen Leuten bekommt auch ein einzelnes Glas Wein nicht. Die Schuld wird dann oft beim Schwefel gesucht, der vor allem in billigen Weinen in höherer Dosierung enthalten sein soll. Doch Experten bezweifeln, dass es der Schwefel ist, der für den brummenden Schädel verantwortlich ist. Im Gegenteil: Schwefeldioxid schützt den Wein vor zu starker Oxidation und vor Mikroorganismen. Außerdem bindet Schwefel Gärnebenprodukte. Ist zu wenig Schwefel im Wein, werden Gärnebenprodukte wie Acetaldehyd zu wenig gebunden und Acetaldehyd kann Kopfschmerzen verursachen.

Heute geht man davon aus, dass vorwiegend biogene Amine schuld an Beschwerden nach mäßigem Weingenuss sind. Das bekannteste biogene Amin ist Histamin, das auch im menschlichen Körper gebildet wird. Normalerweise wird Histamin durch körpereigene Enzyme wieder abgebaut. Bei knapp einem Prozent der europäischen Bevölkerung ist die Aktivität dieses Enzyms jedoch eingeschränkt: Wenn diese Menschen mit der Nahrung Histamin aufnehmen, reagieren sie mit Hautrötungen, Juckreiz, Blähungen, Übelkeit, Bauschmerzen und auch Kopfschmerzen und Migräne. Die wohl bedrohlichsten Folgen sind Atembeschwerden. Der Histamin-Gehalt von Weinen ist sehr variabel, sodass sie auch unterschiedlich gut vertragen werden.

Kopfschmerzen und Föhn

Im Alpenraum und im Alpenvorland ist die Ursache für Kopfweh bei bestimmten Wetterlagen schnell gefunden: Der Föhn ist schuld. Der warme Fallwind wird für Beschwerden wie Reizbarkeit, Müdigkeit, Blutdruckschwankungen und Kopfschmerzen verantwortlich gemacht. Auch wenn Experten wie Professor Jürgen Kleinschmid vom Münchner Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften den Zusammenhang zwischen Föhn und Kopfschmerzen nicht wissenschaftlich nachweisen können: Ein guter Teil der Menschen in den betroffenen Gebieten ist davon überzeugt und klagt bei Föhnwetterlagen vermehrt unter Kopfschmerzen.

Immerhin gilt als erwiesen, dass das Wetter Einfluss auf den menschlichen Organismus nimmt. Allerdings reagieren die Menschen nicht immer gleich. Auch die Tagesverfassung und die Psyche spielen eine Rolle, meint Professor Kleinschmid. Wetterfühligen Menschen wird geraten, den Beschwerden mit Entspannung, Bewegung an frischer Luft oder Wechselbädern zu Leibe zu rücken. Auch gesunde Ernährung soll einen positiven Effekt haben. Als bewährtes Hausmittel gegen Kopfschmerzen bei Föhn gilt jedoch starker Kaffee mit Zitronensaft. Auch homöopathische Mittel gegen Kopfschmerzen haben sich bei manchen Leuten bewährt.

Bild: FreeDigitalPhotos.net / [stockimages]
Quellen:

http://bkam.wordpress.com/2009/06/24/

kopfschmerzen-und-wein-boser-bube-schwefel/

http://cookionista.com/2013/05/06/what-about

-wine-weinfrage-warum-kann-man-vom-weintrinken
-kopfschmerzen-bekommen/

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/

kopfschmerz-experte-foehn-unschuldig-909213.html
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